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Die Stadt St. Gallen (Eigenschreibweise St.Gallen, schweizerdeutsch Sanggale [saŋˈkalə], italienisch San Gallo, französisch Saint-Gall, rätoromanisch Sogn Gagl) ist eine politische Gemeinde und der namensgebende Hauptort des Ostschweizer Kantons St. Galle

 

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St.Gallen

 

Die Stadt St. Gallen (Eigenschreibweise St.Gallen, schweizerdeutsch Sanggale [saŋˈkalə], italienisch San Gallo, französisch Saint-Gall, rätoromanisch Sogn Gagl) ist eine politische Gemeinde und der namensgebende Hauptort des Ostschweizer Kantons St. Gallen.

Die Stadt zählt 78'863 Einwohner (31. Dezember 2024); und die Agglomeration hatte 2018 mehr als 165'000 Personen. Mit rund 700 m ü. M. ist sie eine der höher gelegenen Städte der Schweiz. St. Gallen liegt an der Steinach, einem Fluss, der in den Bodensee mündet, und wird seit der Stadterweiterung 1918 auch vom Sittertobel geteilt. Die Ursprünge der Stadt St. Gallen gehen bis ins 7. Jahrhundert zurück. Sie entstand als Siedlung um das etwa 720 auf dem Gebiet einer Einsiedelei gegründete Kloster St. Gallen und wuchs im 10. Jahrhundert zu einer Stadt heran; 1180 wurde sie Reichsstadt.

Heute fungiert St. Gallen als das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Ostschweiz, die Stadt gilt als Ostschweizer Metropole. Sie liegt an den Eisenbahn-Hauptverkehrsachsen (München–)St. MargrethenRorschach–St. Gallen–WinterthurZürich und (Konstanz–)Romanshorn–St. Gallen–RapperswilLuzern und gilt als Tor ins Appenzellerland. Touristisch interessant ist die Stadt aufgrund der Stiftskirche und der Stiftsbibliothek, die von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. St. Gallen ist auch für seine Stickereien bekannt. Zu sehen sind diese heute im Textilmuseum St. Gallen, das sich der Geschichte der Ostschweizer Textilindustrie widmet. Ausser den höchsten kantonalen Behörden haben auch die Universität St. Gallen und das Bundesverwaltungsgericht (BVGer) ihren Sitz in der Stadt.

Name

Der Stadtname stammt von dem Wandermönch Gallus, weswegen die Stadt auch Gallusstadt genannt wird.

Die Stadtverwaltung selbst schreibt den Namen ohne Leerschlag nach dem «St.», nach den Rechtschreibregeln richtig ist ein Abstand zwischen «St.» und «Gallen» mittels Leerschlag oder typographisch korrekter mit einem Achtelgeviert.

Geografie

St. Gallen besteht neben der alten Stadtgemeinde (bis 1798 freie Reichsstadt und Republik St. Gallen) und dem einstigen Klosterbezirk des Fürstabts aus den ursprünglichen Dörfern und Weilern Bruggen, Hafnersberg, Heiligkreuz, Kräzern, Krontal, Lachen, Neudorf, Notkersegg, Riethüsli, Rotmonten, St. Fiden, St. Georgen, Sittertal, Tablat und Winkeln. Diese Weiler und Dörfer gehörten früher zu den damals selbständigen Gemeinden Straubenzell und Tablat und wurden 1918 in die Stadt eingemeindet (Stadtverschmelzung).

 

Der Hauptteil der Stadtsiedlung liegt in einem weiten Tal zwischen zwei parallel verlaufenden Hügeln, dem Rosenberg mit Rotmonten im Norden und dem Freudenberg im Süden. Das Tal liegt auf einer Südwest-Nordost-Achse, dennoch wird umgangssprachlich von einer West-Ost-Achse gesprochen. Das Tal ist im Südwesten durch die tief eingeschnittene Sitterschlucht begrenzt, im Nordosten fliesst die Steinach aus der Stadt in Richtung Bodensee. Das historische Stadtzentrum liegt am Oberlauf der Steinach, wo Gallus seine Klause baute. Ausser im Quartier St. Georgen, in der Mülenenschlucht und ganz im Nordosten der Stadt ist vom Gewässer allerdings nichts mehr zu sehen, weil es in einem unterirdischen Kanal bis an den Stadtrand geleitet wird. Der Irabach fliesst von Riethüsli her mitten durch das Stadtzentrum, wurde aber schon seit 1880 auf keiner Karte mehr verzeichnet, weil er eingedolt wurde. Noch 1904 hatte sein Hochwasser den Bahnhof unter Wasser gesetzt. Sein natürlicher Verlauf war nach dem Stadtbrand von 1418 verändert worden; er war mit einer Bifurkation versehen worden, wobei ein Teil des Wassers beim Brühltor in den Burggraben umgeleitet wurde und von dort in die Steinach, während der Schwärzebach nach Nordosten führte.

Vom Freudenberg, der mit den Drei Weieren ein Naherholungsgebiet anbietet, kann man bei günstiger Sicht einen grossen Teil des Bodensees, den Thurgau sowie den Süden Deutschlands sehen.

Das Stadtgebiet umfasst ausserhalb der Siedlungsflächen einen weiten Teil der umliegenden Hügellandschaft. Westlich des Sittertobels liegt Winkeln auf der Wasserscheide zwischen dem Einzugsgebiet der Sitter und jenem der Glatt. Im Ortszentrum von Winkeln liegt der Bildweier und unterhalb von Sturzenegg der Gübsensee, der als Staubecken für das Kraftwerk Kubel entstand. Nördlich von Winkeln folgt die Stadtgrenze dem Wisenbach bis an die Sitter. Im Nordwesten verläuft die Grenze unter dem steilen Berghang mit dem Sitterwald und dem Hätterenwald über vier Kilometer im Flussbett der Sitter bis zum Weiler Joosrüti. Im Norden überquert die Stadtgrenze den Hügelzug vom Chatzenstrebel bis zum Wildpark Peter und Paul und hinunter in das Galgentobel an der Steinach und von da aus über den Hügel Höchst bis in das Goldachtobel unterhalb des Weilers Paradies. Der steile westliche Hang des Goldach- und des Martinstobels unterhalb der Burgstelle Rappenstein liegt auf Stadtgebiet. Bei Neudorf führt die Martinsbrugg über die enge Schlucht. Im Osten begrenzt der Bernhardsbach das Stadtgebiet von der Vögelinsegg bis hinunter zur Goldach. Im Süden gehört der nördliche Berghang unterhalb des Höhenzuges, der sich von der Vögelinsegg über den Horst bis zur Kunzenegg hinzieht, mit den Quellbächen der Steinach zu St. Gallen. Im Weiertal östlich von St. Georgen liegt der künstlich angelegte Wenigerweiher. Von der Kunzenegg aus folgt die Stadt- und Kantonsgrenze dem fünf Kilometer langen Lauf des Wattbachs bis zu dessen Mündung in die Sitter bei Zweibruggen und in der Nähe der Haggenbrücke.

Wegen der speziellen Topografie der Stadt wird St. Gallen auch die Stadt der «Tausend Treppen» genannt, seit 2020 auch als «Stägestadt» bezeichnet, da viele Treppen den Freuden- als auch Rosenberg hinauf führen. Die Stadt wird auch mit «Die Stadt im Grünen Ring» bezeichnet, da auf den Hügeln vor der Stadt noch heute ausgedehnte Waldflächen als Naherholungsgebiete dienen. Der höchste Punkt der Stadt liegt auf 1074 m ü. M. an der Südostgrenze der Stadt (westlich von Speicher), der tiefste Punkt mit 496 m ü. M. im Goldachtobel, der Referenzpunkt Bahnhofplatz hat eine Höhe von 669 m ü. M.

Fast ein Drittel der Fläche der Stadt St. Gallen wird landwirtschaftlich genutzt.

 

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St.Gallen und seine Nachbardörfer

 

 

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